Posts mit dem Label gelesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label gelesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. September 2013

Plausch mit Monsieur Cornille


Didier Cornille ist Designer, lebt in Paris und zeichnet gern. Vor allem Bilder von gutem Design. Passt ja irgendwie.

Durch einen Zufall bin ich ihm im vergangenen Mai begegnet. Auf der Flucht vor einem Platzregen hatten wir uns ins Pariser Architekturmuseum gerettet und dort im Café zum Trocknen niedergelassen. Es gab Eiffelturmblick, heiße Schokolade und eine warme Heizung. Und auch noch, gleich nebenan, einen schönen Buchladen. Aus dem kam eine Dame heraus und auf uns zu: Sie hätten gerade zur Autogrammstunde einen Kinderbuch-Autor im Geschäft, aber wegen des Regens seien keine Familien gekommen. Ob nicht wir, mit unseren Dreien...

So haben wir Didier Cornille und seine schönen Bücher kennengelernt - und ein bisschen mit ihm geplauscht. Er mag Lampen (entwirft er) und Bahnhöfe (in Chicago gibt's einen schönen). Toutes les maison sont dans la nature haben wir mit nach Hause genommen. Mit ruhiger Hand und irrer Geschwindigkeit hat Monsieur Cornille für uns an seinem runden Wackeltischchen noch eine kleine Landschaft hinein gezaubert. Die fünf Namen aus unserer Familie kommen darin vor, jeder mit einem skurilen Objekt zwischen nature und architecture. Für mich gab's ein diamantenförmiges Baumhaus mit gestreifter Stütze.     

Oder? Was meint Ihr?





Montag, 1. Oktober 2012

Felicitas Kuhn

Kennt eigentlich jemand die Märchenbilder von Felicitas Kuhn? Sie haben viele Kinderbücher der 80er Jahre bevölkert - und ich fand sie damals schon sooo toll. 

Heute sind Bücher mit diesen Illustrationen fast nur noch antiquarisch zu bekommen. Ich habe noch ein paar von früher, die so zerfleddert waren, dass ich sie zum Buchbinder gebracht habe. Jetzt stehen sie, schön restauriert, im Bücherregal ganz oben, in Kinderhände dürfen sie nur noch unter Aufsicht. 

Und gerade fange ich an, Felicitas Kuhns Bände ein bisschen zu sammeln. Hin und wieder ist schon noch ein Exemplar aufzutreiben. 

Irgendetwas in ihren Bildern spricht mich ungemein an. Die gedeckten Farben vielleicht? Das Idealisierte darin, die Apfelbäckchen, rund und gesund? Vor allem mag ich, wie sie Kleider malt, die so klare Falten werfen. Ihr Rotkäppchen mit braun-rosa Kleid und schwarzen Spangenschuhen ist für mich eine Art Prototyp dieser Märchenfigur. Aschenputtels Schürze enthält so viele verschiedene Farbtöne und das Oberteil sieht nach Samt aus - nur durch ein paar helle Linien.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Musik, Musik

Musik liegt in der Luft. Bei uns zuhause eigentlich jeden Tag. 

Wobei die Liesen nicht immer glücklich darüber sind, auf ihren Instrumenten üben zu müssen. Wenn sie ein Stück mal können, wird es mit Begeisterung gefiedelt. Aber bis dahin ist es oft ein steiniger Weg. 

Das Lauselieschen mit seinem klitzekleinen Cello ist in dieser Hinsicht eher stoisch veranlagt und sägt das Pensum im ICE-Tempo runter. Um möglichst schnell fertig zu sein, natürlich. Die Liese aber neigt zum Wutausbruch. Da gerät die Geige mitunter ernsthaft in Gefahr. 

Zum Runterkommen kann dann mal ein Liedchen helfen, aus einem unserer schönen Bücher hier. Denn Singen liebt die Liese immer - und ich holpere und stolpere mich dazu durch die Klavierbegleitung. Leider fehlt es mir da an Souveränität. Aber zusammen macht es trotzdem Freude.

Guckt mal, mein liebstes Buch, oben das dritte von rechts: Eine sehr umfassende Sammlung der gängigen Volkslieder mit Illustrationen von Tomi Ungerer. 

Ganz, ganz schön!   








Mittwoch, 4. April 2012

a bit lost


Die kunterbunte Vogelkette ist übrigens nicht allein zur kleinen Hanna nach Regensburg geflogen. Sie war in Begleitung der Eule. Zusammen fliegt es sich doch viel schöner!


Ein großer Liebling vom Sohn ist dieses schöne Bilderbuch, das ich letztes Frühjahr in einem Laden in Meran entdeckt habe. Ich fand die Bilder so toll und habe es gleich mitgenommen. Seitdem mussten wir es schon so viele Male vorlesen, dass es hier niemanden mehr gibt, der es nicht auswendig könnte.


Die kleine Eule ist aus dem Nest gefallen und sucht ihre Mama. Das Eichhörnchen ist mit gut gemeinten Ratschlägen zur Hand. Wie sieht Deine Mama denn aus...sie hat groooße Augen...jaja, genau, ich weiß schon...komm mit...da ist sie! Das ist Deine Mama!...

Allen Neugierigen darf ich verraten: Trotz der Unterstützung des Eichhörnchens findet die Geschichte zu einem glücklichen Ende.




Chris Haughton: Kleine Eule ganz allein. Verlag Sauerländer 2011

Sonntag, 18. März 2012

KinderOpernBücher

Mit Kindern in die Oper gehen - das ist eine Sache, die viel Freude machen kann, aber nur mit Vorbereitung funktioniert. Gut, dass es schöne Bilderbücher gibt, die dabei eine Hilfe sind. Gerade für die Kassenschlager unter den Opern kann man da sogar aus verschiedenen Angeboten auswählen. 

Ich mag diese Reihe hier am liebsten. Weil sie die Geschichten gut verständlich nacherzählt und vor allem viele, viele Bilder zeigt. Wilde Bilder, die einen starken Eindruck hinterlassen. Hinten in den Büchern gibt es immer noch einen Anhang mit Notenbeispielen. Damit man den Vogelfänger zuhause nachträllern kann    :-) 

Das Buch von der Zauberflöte haben wir im letzten Herbst gelesen, bevor es mit den Liesen in die Oper ging. Hänsel und Gretel kennen wir auch aus dieser Edition, und der Freischütz steht derzeit sehr weit oben auf der Wunschliste.   



Edition Hieber
Illustration: Waltraute Macke-Brüggemann
Text: Kurt Brüggemann

Montag, 13. Februar 2012

es häwelt wieder


Allmählich kommt der Sohn ins ernstzunehmende Bilderbuchalter.

Nach den unsäglichen textfreien "Zeigebüchern" (wo ist der Bagger, ach, und was macht der da?) hat er jetzt endlich den Horizont für zusammenhängende Geschichten erreicht. Was für eine Erlösung!

Die Liesen lieben Bücher schon immer und haben einen beachtlichen Fundus im Regal angesammelt. So steht für den Sohn eine große Auswahl bereit. Und ich feiere täglich Wiedersehen mit schönen Büchern, denen die Liesen lange entwachsen sind.

Der kleine Häwelmann ist eines davon. Ich mag das Buch sehr. Insbesondere das erste Bild mit der Mutter, die komatös im Bett liegt und gleichzeitig versucht, mit lahmem Arm das hellwache Baby in den Schlaf zu schaukeln, ist mir sehr nahe.   :-)

Als die Mutter irgendwann doch einschläft, baut sich der kleine Häwelmann aus seinem Nachthemd ein Segel und pustet hinein. So rollt er in seiner Wiege aus dem Fenster hinaus und begibt sich auf eine Reise durch die nächtliche Welt.      

Ein Klassiker!



 



Theodor Storm: Der kleine Häwelmann
Bilder von Else Wenz-Vietor

Mittwoch, 1. Februar 2012

Advent forever


Oh, ein neues Bild im Zimmer vom Sohn! Nein, doch nicht. Ein Adventskalender. 

Ein Adventskalender, häh? Jetzt, um diese Zeit? Ja, so ist es, denn dieser Adventskalender hier, den Sohn und Liesen im vergangenen Dezember in Betrieb hatten, ist so schön, dass ich beschlossen habe, ihn zu behalten. Das ist, soweit ich mich erinnere, das erste Mal, dass ich so etwas mit einem Adventskalender tue. 

Er war mit kleinen Büchlein gefüllt, wunderhübschen Büchlein. Jedes berichtet von den Weihnachtsbräuchen eines bestimmten Landes.











Alle 24 Stück hat die Liese sorgfältig gesammelt und verwaltet sie derzeit auf der kleinen Kinderbank unter der Treppe. In Reih' und Glied müssen sie liegen, schön im Raster ausgerichtet und nach Datum sortiert. Lieschen neigt nämlich zum Systematisieren (wer hätt's gedacht). 

Dem Kalender selbst habe ich nun kürzlich einen schönen weißen Rahmen gegönnt und ihn dem Sohn hinter die Holzeisenbahn geklemmt. Dort lehnt er jetzt verträumt an der Wand und weckt in uns süddeutschen Mittelstädtern die Sehnsucht nach der weiten Welt... 





















Weihnachten in aller Welt, Kaufmann Verlag Lahr
Texte: Rena Sack
Illustration: Sabine Waldmann-Brun

Unter demselben Titel sind die 24 Geschichten des Kalenders auch zusammengefasst als Buch erhältlich

Samstag, 28. Januar 2012

Geburtstagsgaben

Nicht jeder hat im Januar Geburtstag. Ich aber schon.

Da gab es schöne Geschenke. Von mir selbst an mich das kleine Stringregal, das ich schon gezeigt habe. Vom Mann zwei wunderhübsche japanische Wohnbücher, von denen insbesondere das mit den Londoner Wohnungen ein Knaller ist.


Von Ingrid, meiner Schwiegermutter, einen großen Topf Christrosen. Weil, juhu!, seit gestern der Schnee wieder da ist, durften sie vor der Glasscheibe schon intensive Bekanntschaft mit dem Winter machen.


Von meiner eigenen Mutter gab es Geld. Das ist jetzt aber schon weg, ausgegeben für dieses hübsche dunkelblaue Wollkleid:


Von sechs lieben Freundinnen, die sich zusammenorganisiert haben, bekam ich einen Gutschein für meinen Lieblingsstoffladen hier in der süddeutschen Mittelstadt. Und weil unter diesen sechs Freundinnen so eine kreative Freundin wie Uta ist, war dieser Gutschein ganz wunderbar mit der Nähmaschine in ein altes Notenblatt einnäht. Sehr schick!
Ob es sich bei der Nummer 18 des Musikstücks um Zufall handelt oder Absicht, weil der Geburtstag am 18. ist, habe ich leider vergessen zu fragen (ist es Zufall, Uta?).




Bücher: Paumes   (London Family Style  &  Stockholm's Apartments)
Kleid: More & More über Zalando

Mittwoch, 4. Januar 2012

Neuerworbenes

Unsere letzte Ferienwoche hier zuhause verläuft bisher sehr friedlich. Es ist kaum zu glauben, wie viel entspannter wir alle sind, wenn das frühe Aufstehen und die Hetzerei von Termin zu Termin entfallen. Die Liesen verabreden sich mit Freundinnen, der Sohn hilft mir fleißig bei allem, was ich so tue. Oder er trottet den spielenden Schwestern hinterher und bekommt von ihnen Rollen zugewiesen (heute: "Hausfrau" und "Großvater").

So ergeben sich für mich kostbare Zeitfenster, in denen ich zum Beispiel hier blogge. Oder die Neuerwerbungen aus Berlin genieße, wie meine Ausbeute aus dem Lieblingsbuchladen, dem Buch am Hackeschen Markt. In der Kinderabteilung dort finde ich wirklich immer etwas.


Diesmal gekauft: Ein Märchenbuch von den Grimms, das nicht nur das allbekannte Sortiment enthält, sondern auch viele seltenere Geschichten. Nach so einer umfangreichen Sammlung habe ich schon länger gesucht. Der Text scheint, soweit ich das überblicke, der originale zu sein. Dazu besticht die Ausgabe durch die schönen Bilder des Illustrators Werner Klemke, der dem ein oder anderen durch die ostdeutsche Zeitschrift Magazin bekannt sein dürfte (= einzige Zeitschrift, die zu DDR-Zeiten Aktfotos veröffentlichte).

Das Kinderbuch von Pablo Neruda gefällt mir sehr, es hat schöne Bilder (Elena Odriozola) und einen so poetischen Text ("In einem Anfall hemmungsloser Liebe griff ich nach einem himmlischen Stern"). Die Liese findet es "komisch". Naja.

Und The Selby ist natürlich nicht aus der Kinderbuchabteilung, sondern buchgewordenes Blog und ein Schmankerl für alle Wohnsinnigen, die Einblicke in die Wohnungen von verschiedenen Kreativen gewinnen möchten.


Den kleinen Laden TwinkelTwinkel in der Kollwitzstraße (Prenzlauer Berg) kannte ich noch nicht, habe mich aber spontan verknallt. Eine Wasserkanne und zwei Geschirrtücher mit Apfelmuster haben das Lädchen mit mir verlassen, jeweils vom dänischen Label falby.

Machen sich gut auf dem Küchentisch!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Unterm Birnbaum


Heute wieder ein schönes Bilderbuch: Birnbaum, Birke, Berberitze vom Schweizer Autor Alois Carigiet.

Der Titel ist Programm, die Natur spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle. Eine Familie wohnt einsam in den Schweizer Bergen und lebt dort mit dem Lauf der Jahreszeiten. Es passiert nicht besonders viel, im Wesentlichen geht es um die beiden Kinder, die Vögel beobachten. Die erzählerischen Höhepunkte sind das Ausräumen eines Nestes durch zwei Raben und ein Elstern-Diebstahl. Der Schönheit der Geschichte tut diese innere Ruhe aber keinen Abbruch. Sie wirkt, im Gegenteil, sehr meditativ.

Birnbaum, Birke, Berberitze ist 1971 erschienen (Orell Füssli Verlag, Zürich). Aber ich finde, die Illustrationen wirken noch älter, wie aus den 50ern. Sie stammen von Carigiet selbst. Das Bild vom Haus in den Bergen (Sommerversion) finde ich so schön, dass ich es vergrößert und in Lauselieschens Kinderzimmer aufgehängt habe.

Muss ich demnächst mal knipsen. Sieht super aus.





















Samstag, 26. November 2011

Wohnen wie die Kinder


Wohnbücher! Ich liebe Wohnbücher. Ich sagte es wohl schon. Und die tollsten, hübschesten, buntesten, kreativsten, ansteckendsten Wohnbücher unter den Wohnbüchern sind die Kinderzimmer-Wohnbücher. Zwei ganz besonders nette Exemplare dieser Gattung haben es sich im Bild oben auf der kleinen Holzbank gemütlich gemacht.

Neue Kinderzimmer von der Engländerin Joanna Copestick bietet eine sehr vielfältige Mischung. Das Spektrum reicht hier von modern-reduzierten Raumkonzepten über klassisch-traditionelle Varianten, romantische Mädchenzimmer bis hin zu kreativem Flohmarktambiente. In den meisten Fällen ist viel Farbe im Spiel, und auch Selbstgebautes gibt es zu sehen. Außerdem enthält das Buch ein paar Anleitungen für DIY-Projekte, von denen mir allerdings keines gefällt. Dieser kleine Wermutstropfen tut der Schönheit aber keinen Abbruch:



Jana Jung und Julia Schmidt sind deutsche Autorinnen, die sich in ihrem Kinderzimmer-Buch dem Retro-Trend widmen und ein paar sehr schöne Varianten zeigen, wie "mittelalte" Möbel im Kinderzimmer auf sympathische Weise Verwendung finden. Mit von der Partie ist alles, was in diesem Stil Rang und Namen hat, wie etwa die bekannten Fliegenpilzleuchten, das Utensilo von Vitra oder alte Schulkarten mit Naturmotiv. 

Auch ein sehr schönes Buch!


Sonntag, 13. November 2011

De vier jaargetijden

Bilderbücher kann man ja nicht genug haben.

Hier sind ein paar meiner allerliebsten zu sehen - was nicht heißt, dass es auch die allerliebsten der Liesen wären. Im Vergleich mit Conni & Co ziehen diese schönen Exemplare leider den Kürzeren. Aber gemocht werden sie trotzdem, vor allem Birnbaum, Birke, Berberitze ist hier zuhause sehr beliebt.


Diese Bücher haben alle etwas mit Natur und Garten zu tun, also mit einem Thema, das mir sehr nahe ist. Die 4 Jahreszeiten (De vier jaargetijden, 1974) von der niederländischen Illustratorin Rie Cramer stammen noch aus meiner eigenen Kindheit. Sie waren schon damals ein Lieblingsbuch. Die Texte darin sind, aus heutiger Sicht, nicht der Rede wert. Aber die Bilder! Genau solche Beete wie in diesem Buch wollte ich auch immer haben.


In die Kapuzinerkresse, die das Mädchen mit dem Strohhut pflegt, habe ich mich als Kind dermaßen verknallt, dass ich sie später unbedingt auf meinem ersten Balkon haben musste. Sie hat dort die 1,3 Quadratmeter völlig überwuchert und hatte Läuse, gegen die kein Kraut gewachsen war. Aber schön war sie schon.



Blogging tips