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Freitag, 4. Oktober 2013

Doktorhütchen


In der letzten Zeit wurde hier viel gefaltet, zum Zwecke der Innenraumverschönerung.  

Im vergangenen Frühjahr habe ich nämlich meinen Namen um zwei Buchstaben verlängern dürfen und das jetzt mal ein bisschen gefeiert. Spät genug, aber mit Elan, schon in der Vorbereitungsphase: Genau 110 kopierte Doktorurkunden lagen hier in einem dicken Stapel auf dem Küchentisch, und diese vielen haben die Liesen und ich in Schiffchen und Hütchen verwandelt, freiwillig, protestfrei, ohne erkennbare Ermüdungserscheinungen. 

Die (Doktor-)Hütchen haben wir dann sogar noch aufgefädelt, auf von der kleinen Liese sorgsam kombinierten bunten Baumwollfäden. Jetzt baumeln sie vom Treppengeländer und werden vom Sohn mit dem Holzschwert gequält. Er ist wohl nicht so der akademische Typ  :-)

Unten im Hintergrund übrigens der türkisfarbene schwedische Servierwagen, neu im Haus, beladen mit Zeitungen und Bastelkoffern. Lange bewundert, lange für nicht RICHTIG nötig gehalten, jetzt doch noch geholt. 

Gute Entscheidung!  
      

Freitag, 6. September 2013

Gewebtes

Wieder gewebt. Diesmal nicht auf einem Übungsrahmen für Schulkinder, sondern auf einer größeren Variante mit allerlei Technik dabei, Schnüren, Haken, Klappen, Kämmen. Ermöglicht hat mir das ein Ausflug zum Kulturhof Mölschow auf Usedom, wo es verschiedene Werkstätten gibt, in denen Urlauber unter Anleitung für ein paar Stunden arbeiten können. Wirklich gut, diese Idee!

Meine mich anleitende Dame war ein bisschen schlecht gelaunt. Und sie wollte nach Schichtende dringend ihren Zug erwischen. So wurde es zum Schluss hin etwas hektisch. Aber das gewebte Stückchen, das ich in den eineinhalb Stunden geschafft habe, ist trotzdem schön geworden. Zusammen mit einem dunkelgrauen Loden-Rest hat es gerade für ein Sitzkissen gereicht: Brandneu im Fuchs & Hase-Haus, weich und gemütlich. 


Mittwoch, 10. Juli 2013

Krepppapier, ick liebe dir


Mitte Juni ist der Sohn vier geworden, letztes Wochenende ging endlich sein heißester Wunsch in Erfüllung: Selbst Kindergeburtstag feiern!  (darauf wartet er ungefähr seit Oktober)

Sechs kleine Gäste, schönes Wetter, kein Streit und zwei große Schwestern, die fast alles übernommen haben: Spiele vorbereiten, Kaninchen zeigen, Indianerschmuck basteln und vor allem: das Festgelände schmücken.

Habe gerade das Gefühl, bei uns ist STÄNDIG Kindergeburtstag.




Girlande: Paketschnur und buntes Krepppapier

Sonntag, 5. Mai 2013

Partybasteln, ade!


Gebastelt haben wir am Liesen-Geburtstag natürlich auch, wie sich das gehört. Im letzten Jahr war die Wahl ja auf Pappmaschée-Fische gefallen, für die den meisten Bastlern aber die Geduld fehlte und am Ende nur matschige Häufchen übrig blieben. Diesmal haben wir stattdessen Stempel aus Moosgummi geschnitten, das hat gut funktioniert. 

Der Aufwand dafür ist so mittel: Zur Vorbereitung im Baumarkt Brettchen sägen lassen, Mossgummi kaufen und zuschneiden. Die Kinder malen dann das Motiv auf, schneiden es aus und kleben es mit normalem Klebstoff auf die Brettchen. Trocknen lassen. 

Samstag, 6. April 2013

Ich muss draußenbleiben


Wenn große Schwestern nerven und kleine Liesen den Sinn von Verkehrsschildern verstanden haben...


Montag, 1. April 2013

Schlangen, gut abgehangen


Schlangen im Haus. Frisch geschnitten, vom Sohn. 

Seit er weiß, wie man eine Schere bedient, ist die Lawine nicht mehr aufzuhalten. Auf dem Boden, auf dem Sofa, unterm Tisch: Überall Schlangen. Bewundert, gelobt. Von A nach B geräumt. Aus Versehen draufgesetzt. Zerquetscht, zerrissen, zertreten. Aufgefunden, heftig betrauert.  

So konnte es nicht bleiben!   



Samstag, 2. März 2013

Es webt

Zwei kleine Schulwebrahmen hat das Christkind den Liesen zum letzten Weihnachtsfest gebracht.

Das war eine gute Idee von ihm. Allerlei hübsche kleine Untersetzer haben die beiden schon gewebt und eifrig verschenkt. Und weil in der Ecke neben dem Sofa noch ein Korb mit Wollresten herumstand, habe ich jetzt selbst auch mal einen Versuch unternommen. Siehe oben.

Fand ich sehr entspannend, die Weberei. Nur am Ende, wenn die Spannfäden gesichert werden müssen, hat man ein bisschen zu friemeln. Und besonders schön sehen die Franzen, die an den Außenkanten übrig bleiben, auch nicht aus. Deshalb haben ich sie noch mit einem auberginefarbenen Filzrest versäubert. So gefällt es mir jetzt sehr gut und ich habe Lust, noch ein bisschen weiterzuweben.

Montag, 28. Januar 2013

Die Mütze und ich


Handarbeitswochen bei Fuchs & Hase. Es ist wirklich kalt da draußen, deshalb wollte ich für mich eine Mütze häkeln.

Habe mich aufgemacht in den Wollladen, dort lange überlegt, verglichen, kombiniert und mich entschieden: Vom Schaf, grün-gelb meliert. 

Zuhause dann das schwarze Sofa belegt. Die Anleitung war etwas wirr, aber die Mütze ist hübsch geworden. Allerdings zwei Nummern zu klein.

Aber das hat auch sein Gutes: Habe sie direkt weitergereicht an die große Liese. Der passt sie wie angegossen und ist im Winterwetter sehr willkommen. Glück gehabt!

Es war dann noch Wolle übrig. Für den zweiten Versuch wollte ich es lieber mit einem anderen Modell probieren. Es war blitzschnell fertig. Allerdings zwei Nummern zu groß.

Aber das hat auch sein Gutes: Jetzt haben es sogar unsere Orangen schön warm!


Mittwoch, 16. Januar 2013

zwei Neue


Zwei neue Leute bei uns im Haus. Namenlos, die Armen. Sie heißen nur "Vater" und "Mutter". 

Aber sie wohnen schön! Die kleine Liese hat ihnen ein wunderbares Heim geschaffen, wo man sich richtig wohlfühlen kann.

Mittwoch, 9. Januar 2013

7 Jahre kleine Liese!

Der Kindergeburtstag ist überstanden. Und war eigentlich sehr schön.

Der Mann und ich sind der Meinung, dass wir uns beim Ausrichten solcher Feten über die Jahre allmählich dem Profistatus annähern: Wir nehmen uns nicht mehr zu viel vor, planen ausreichend, aber nicht übertrieben, servieren schnelles Essen und haben ein paar Tricks drauf, die ausgelassene Menge zu sedieren, wenn es zu wild wird. Also, was soll ich sagen: Es kam während des Festes zwei Mal vor, dass wir mit Kaffeetasse auf dem Sofa saßen und "es" einfach so laufen lassen konnten. Wir Helden der Kinderanimation! Na gut, vielleicht hatten wir auch nur Glück diesmal. Aber das ist ja auch schön  :-)

Nach dem Pappmaché-Desaster vom letzten Mai war diesmal die Bastelei so übersichtlich dimensioniert, dass alle Gäste damit zurechtkamen: Für die Laternen musste nur das Papier bemalt werden, der Rest ging dann schnell und ohne Kinderbeteiligung. Da wurde also diesmal (fast) nicht gemotzt.

Samstag, 5. Januar 2013

Weihnacht ade

So, das war's. Gerade ist der Baum rausgeflogen, morgen folgen noch die kleine peruanische Krippe und verschiedene Papiersterne. Am schwersten fällt mir der Abschied in diesem Jahr von den Exemplaren auf dem Foto hier. Beide sind Werke der großen Liese. Die Farben, die sie dafür ausgewählt hat, gefallen mir so gut, dass ich diese Sterne am liebsten bis Ostern hängen lassen würde.

Aber am Montag kommen die ersten Frühlingsblumen ins Haus, und dann ist einfach Schluss mit Sternen. Also werden sie liebevoll verpackt und warten auf ihren Auftritt im nächsten Advent. Ist vielleicht auch sicherer für diese zarten Gesellen, denn morgen passiert's hier: Die kleine Liese feiert Kindergeburtstag, juhu!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Fuchsens Weihnacht


Es ist Advent und Christiane hat wieder gebastelt.

Nach den wunderbaren Treibholz-Schiffen vom letzten Jahr hat sie sich diesmal der Tierwelt zugewandt: Fuchs und Schwalbe wurden aus Draht gebogen, mit Butterbrotpapier bespannt und bemalt.

Echte Kunstwerke sind das geworden.



Samstag, 1. Dezember 2012

Von Männern und Raben

Advent, Advent, das erste Türchen ist schon aufgerissen.

Raben bewachen den Kalender in diesem Jahr, den ich mit Assistenz des Mannes gestern Abend an der Betonwand installiert habe. Der Assistent war nicht sooo motiviert. Er sollte die vorbereiteten Butterbrot-Tüten befüllen und mit hübschem Klebeband verschließen. Also zu viel Aufwand insgesamt. Butterbrot-Tüten durch den Drucker schicken und mit Raben verzieren. Sinnlos bei drei Kindern, die sich nur für die Schokolade darin interessieren. Und die Süßigkeiten noch gesondert in blaues Papier einwickeln. Warum hast Du keine Tüten gekauft, die weniger durchsichtig sind? Blaues Papier. Wenn er daran denkt, wie seine Adventskalender früher aussahen.

Samstag, 10. November 2012

Baumhaus, wild und gefährlich

So, das war's.

Die Blätter sind unten, die Temperaturen auch. Nach den sonnigen Wochen, die wir im Oktober noch draußen verbracht haben, stiefeln wir jetzt dick eingepackt durch den Garten und machen alles schön winterfest. Haben Äpfel gepflückt, Laub gerecht, Beete zivilisiert und die Sandgrube abgedeckt. 

Und auch das Baumhaus ist noch rechtzeitig fertig geworden, wild und gruselig, wie wir uns das gewünscht hatten. Alle drei Kinder haben den Pinsel geschwungen, vom Sohn stammt das bunte Feld rechts über der Blumenwiese, die kleine Liese hat sich an kämpfenden Ameisen abgearbeitet (hinter der Leiter), die große Liese eine Hausnummer draufgeschrieben. Fünf. Weil wir in unserer Familie zu fünft sind.  

Adieu, du warmer Gartenherbst!

Samstag, 20. Oktober 2012

Apfelzeit


Apfelzeit im Fuchs & Hase-Garten. Sieben gut gefüllte Bäume wollen geerntet werden. Blauer Himmel, bunter Herbst. Sonnenlicht auf der Apfelwiese. Apfelmus, Apfelstrudel, Apfelschnitz zum Frühstück. 

Und neuerdings sogar Äpfel auf Lieschens T-Shirt.   





Anleitung:
Kamuran Simsek: 100 bezaubernde Häkel-Minis. Stuttgart 2011  

Dienstag, 9. Oktober 2012

es häkelt wieder


Luftmasche, feste Masche, Stäbchen, Doppelstäbchen. 

Häkeln haben wir alle ja schon in der Grundschule gelernt. In meinem Fall war es ein braun-orangefarbener Topflappen, an dem ich mich in der dritten Klasse abgearbeitet habe, widerwillig und mit weiß-verkrampften Fingerknöcheln. Krumm und schief sah der Lappen am Ende aus, und er ist, das vermute ich, sehr direkt in der Tonne gelandet. Zumindest habe ich ihn bei uns zuhause nie gesehen  :-) 

Handarbeiten, das war grauenvoll spießig damals. Die Lehrerin alt und grätzig, die Resultate ihres Unterrichts eine Zumutung für jeden, der damit beschenkt wurde.
Das hat sich ja nun sehr verändert. Nicht nur, dass aus alten Handarbeitsschnepfen junge Frauen in schnieker Kleidung geworden sind: Es sind vor allem ganz andere Dinge, die da landauf, landab gewerkelt werden. Richtig schöne Sachen nämlich, die man wirklich gerne verschenkt. Oder seinen Kindern anzieht. Oder sich selbst. Oder fotografiert und auf den Blog stellt  :-)

Mit dem Häkelvirus hatte ich mich ja schon während der Pfingstferien infiziert. So sehr, dass ich mir auch für die große Reise im August einen Koffer mit Wollknäulen gepackt und mich an einen Herbstschal für die Liese gewagt habe. Ist zügig fertig geworden und wird gerne getragen.  

Einstechen, Faden holen, durchziehen. Na! 


Mittwoch, 12. September 2012

Tüten, groß und klein



So. Noch einmal schlafen. 

Der Schulranzen steht griffbereit, das Lieblingskleid liegt gewaschen auf dem Stuhl und die Lauseliese seeehr aufgeregt in ihrem Bett. Es ist 21.28 Uhr und ich höre es immer noch rumoren dort oben. Seitenrascheln von Asterix-Heften und das Ploppen der CD-Player-Klappe. Getrappel auf dem Flur auf dem Weg zum Wasserhahn. 

Die Schultüte ist frisch gefüllt und wiegt gefühlte fünf Kilo. Mal sehen, wer dieses Monster morgen in die Schule trägt. Basteln durfte ich sie leider nicht, es musste eine aus dem Schreibwarengeschäft sein. Bordeauxrot mit grauer Katze. Sehr geräumig. Sogar ein ganzes Mumin-Taschenbuch hat reingepasst. Einen Adress-Stempel habe ich auch zwischen dem Süßkram versteckt, einen Eulen-Radiergummi und den passenden Bleistift. Außerdem eine Packung Nougat-Muscheln und viel, viel glanzpapierverpacktes Marzipan. Ziemliches Gequetsche insgesamt.

Oben schaltet sich gerade der Mann ein ("jetzt aber...(...)...ist schon halb zehn..."). Mosern vom Lauselieschen. Schlurft aber, wie's scheint, Richtung Bett. 

Unverzichtbar, natürlich: Die Geschwistertüten, gerade noch fertig geworden. Tonpapier, Stempel, Masking-Tape. Und eine schöne Füllung.

Natürlich. 




Stempel: Enna (Häuser, Baum), Muji (Blümchen), Fuchs & Hase-Werkstatt (Blümchen mit Stängel) 

Freitag, 10. August 2012

Einladungskarten


Geburtstagszeit. Wie jeden Sommer. 

So viele Freunde der Liesen haben sich diese schöne Jahreszeit zum auf-die-Welt-kommen ausgesucht, dass zwischen Mai und September die Kette der Kinderfeste kaum abreißt. Liese und Sohn sind ja selbst unter den Glückspilzen, die ihre Kuchentafel in blühenden Landschaften aufbauen dürfen - während Lauseliese (Dezember), ich (Januar) und der Mann (Februar) erst das Licht eingeschalten müssen, bevor wir unsere Geburtstagstorten anschneiden können. Haben wir uns nicht so ausgesucht, das könnt Ihr glauben. 

Grandiose Einladungen zur Geburtstagsfeier allerdings kann man rund ums Jahr verschicken. Da bietet das Wetter keine Entschuldigung für mangelnde Kreativität. Zwei ausgesprochen hübsche Exemplare der letzten Zeit zeige ich Euch heute hier: Einmal Kartoffel-gestempelte Elefanten, einmal eine alte Märchen-Briefmarke in Großkopie.

Sooo schön!  

Sonntag, 5. August 2012

Birkes Ende


Eine schöne alte Birke hat der Sturm vor dem Nachbarhaus umgeworfen. Schade! Zum Glück hat ein fleißiges Team aus Papa und Großvater zum Werkzeug gegriffen und aus der Not eine Tugend gemacht. So hat Merle, 9 Jahre alt, jetzt zwar keine Birke mehr im Garten stehen, dafür aber ein eigenes Pferd.

Auch nicht schlecht.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Taschenwoche


Taschenwoche. 

Links ein kunterbuntes Exemplar, das ich auf einem Gartenfest bewundert habe. Ein Mädchen namens Lea hat diesen Stoffbeutel in der Schule bedruckt. Ich mag das Kreismuster und auch die Farbauswahl. Vielleicht versuche ich das auch mal in der Art.

Rechts eine Neuerwerbung, letzten Sonntag auf dem Afrikamarkt errungen. Seitdem nur noch zum Schlafen abgelegt. 
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