Donnerstag, 16. Februar 2012

im Bade


Das Familienbadezimmer im BacksteinHaus war sehr gemütlich. Mit extragroßer Badewanne. Mit Blick in den Hofgarten. Mit Flügeltür zum Balkon. Mit schönen alten Holzdielen, in deren Zwischenräumen sämtliches Spritzwasser einfach verdunstete. 

In der Ecke unter dem WC stand früher ein Badeofen, deshalb dort die roten Fliesen auf dem Boden. Das weiße Regal dahinter ist eigentlich für CDs gedacht und stammt noch aus unserem Hamburger Bad. Dessen stolze 1,7 qm hatten solch schlankes Mobiliar unbedingt erfordert. 

Im Vergleich zum Hamburger Bad waren die 7, 5 qm im BacksteinHaus ein kaum vorstellbarer Luxus. Dort konnten wir uns richtig tummeln. Im BauHaus leben wir heute mit zwei Bädern, von denen eines 4, das andere 5 qm hat. Demnächst werde ich die mal knipsen.  

Montag, 13. Februar 2012

es häwelt wieder


Allmählich kommt der Sohn ins ernstzunehmende Bilderbuchalter.

Nach den unsäglichen textfreien "Zeigebüchern" (wo ist der Bagger, ach, und was macht der da?) hat er jetzt endlich den Horizont für zusammenhängende Geschichten erreicht. Was für eine Erlösung!

Die Liesen lieben Bücher schon immer und haben einen beachtlichen Fundus im Regal angesammelt. So steht für den Sohn eine große Auswahl bereit. Und ich feiere täglich Wiedersehen mit schönen Büchern, denen die Liesen lange entwachsen sind.

Der kleine Häwelmann ist eines davon. Ich mag das Buch sehr. Insbesondere das erste Bild mit der Mutter, die komatös im Bett liegt und gleichzeitig versucht, mit lahmem Arm das hellwache Baby in den Schlaf zu schaukeln, ist mir sehr nahe.   :-)

Als die Mutter irgendwann doch einschläft, baut sich der kleine Häwelmann aus seinem Nachthemd ein Segel und pustet hinein. So rollt er in seiner Wiege aus dem Fenster hinaus und begibt sich auf eine Reise durch die nächtliche Welt.      

Ein Klassiker!



 



Theodor Storm: Der kleine Häwelmann
Bilder von Else Wenz-Vietor

Samstag, 11. Februar 2012

Stück Island


Die Großeltern waren in Island und haben für die Liesen wunderhübsche Handschuhe mitgebracht.

Leider wollen die sie nicht anziehen. Angeblich kratzt die Wolle. Die Damen bevorzugen ihre nicht ganz so wunderhübschen wasserabweisenden Thermovarianten aus dem Sportgeschäft.

Gut für uns! Jetzt haben wir hier ein Stück Island als Winterschmuck hängen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Eislaufen

Endlich ist der See zugefroren. Anfang letzter Woche war eine dünne gläserne Schicht zu erkennen, dann wurde es kälter und kälter. Am Donnerstag haben sich die ersten Verrückten auf's Eis gewagt, seit dem Wochenende ist der See nun zum Betreten freigegeben. 

So gibt es hier kein Halten mehr. Die Liese hat sich in die Schlittschuhe gezwängt und ist mit dem Eishokeyschläger in einem Pulk von Schulkameraden verschwunden. Mann und Lauselieschen, beide gleichermaßen neu auf Kufen, drehen fleissig ihre Runden. Und ich freue mich, weil Eislaufen der einzige, ja wirklich, der einzige Sport ist, zu dem ich mich nicht überwinden muss.  

Sonne von oben, Eis unter den Füßen, überall Schnee. Und zuhause ein warmer Ofen, an dem wir unsere gefrorenen Fingerspitzen wieder auftauen können.

Schwer vorstellbar, dass Winter noch schöner sein sollte. 


Dienstag, 7. Februar 2012

...

...abends nur Müdigkeit. Kein Raum für Inspiration.

Gute Nacht.

Samstag, 4. Februar 2012

Sohnzimmer


Heute gibt es das komplette Zimmer vom Sohn. Eine Wand ist hier in einer Farbe gestrichen, die sich zwischen grau und braun und grün bewegt und angeblich "umbra" heißt. Ich liebe diese Farbe! Graubraungrün ist so ein gutes Gegengewicht zum bunten Krusch, den ein Kinderzimmer standardmäßig enthält. Es erdet. Und es sieht nach "Junge" aus, ohne blau zu sein (blau ist eine so schwierige Wohnfarbe!).

Das Sohnzimmer befindet sich gerade im Umbruch. Wickeltisch und Gitterbett werden hoffentlich bald verschwinden und Platz machen für ein schönes großes Bett. Dann muss das Papphäuschen auch nicht mehr vor dem Regal stehen, da bin ich froh.

Im rechten Bildabschnitt zu sehen: Der Wolf. Er hat einen Reissverschluss am Bauch, so dass der Sohn bequem Hühnchen und Rotkäppchen einfüllen kann. Das Monster dahinter war in der Babyzeit mal ein Pullunder. 















Das kleine Bild mit den drei Geschwistern hat Lauselieschen gemalt, für den jüngeren Bruder zum ersten Geburtstag. Auf der Matratze rechts wird gekuschelt und neuerdings auch geschlafen - das Gitterbett ist nämlich jetzt unter dem Niveau vom Sohn.







Lieblingsbuch des Monats und ein Fotoalbum mit Graziela-Muster.



Ich nähe gern, leide aber unter einer Kuscheltierschwäche. Die beiden links waren als Eichhörnchen geplant.


Konferenz der Tiere, ...



...Bilderbücher, noch ein Lauseliesen-Bild, Hakenleiste mit Dinosauriern...


...und zuletzt das verschmähte Bett, dem sich der Sohn nicht mehr auf zehn Schritte nähert.

Lauser!

Mittwoch, 1. Februar 2012

Advent forever


Oh, ein neues Bild im Zimmer vom Sohn! Nein, doch nicht. Ein Adventskalender. 

Ein Adventskalender, häh? Jetzt, um diese Zeit? Ja, so ist es, denn dieser Adventskalender hier, den Sohn und Liesen im vergangenen Dezember in Betrieb hatten, ist so schön, dass ich beschlossen habe, ihn zu behalten. Das ist, soweit ich mich erinnere, das erste Mal, dass ich so etwas mit einem Adventskalender tue. 

Er war mit kleinen Büchlein gefüllt, wunderhübschen Büchlein. Jedes berichtet von den Weihnachtsbräuchen eines bestimmten Landes.











Alle 24 Stück hat die Liese sorgfältig gesammelt und verwaltet sie derzeit auf der kleinen Kinderbank unter der Treppe. In Reih' und Glied müssen sie liegen, schön im Raster ausgerichtet und nach Datum sortiert. Lieschen neigt nämlich zum Systematisieren (wer hätt's gedacht). 

Dem Kalender selbst habe ich nun kürzlich einen schönen weißen Rahmen gegönnt und ihn dem Sohn hinter die Holzeisenbahn geklemmt. Dort lehnt er jetzt verträumt an der Wand und weckt in uns süddeutschen Mittelstädtern die Sehnsucht nach der weiten Welt... 





















Weihnachten in aller Welt, Kaufmann Verlag Lahr
Texte: Rena Sack
Illustration: Sabine Waldmann-Brun

Unter demselben Titel sind die 24 Geschichten des Kalenders auch zusammengefasst als Buch erhältlich
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