Donnerstag, 1. März 2012
Tulpenfieber
Liese im Tulpenfieber.
Unermüdlich wird gefaltet und gefaltet und der Papiertulpenberg wächst höher und höher. Einen Teil der Tulpen hat die Liese am Wochenende zu einem großen Bild verarbeitet. Das finde ich so hübsch, dass ich es heute eingerahmt habe.
Frühling im Haus!
Dienstag, 28. Februar 2012
Stil für lau
Über zwei Jahre lang wohnen wir jetzt im BauHaus. Über zwei Jahre lang haben wir überlegt, welche raffinierte, ausgefallene, spektakuläre Lampe die sechs Meter hohe Wand im Wohnraum beleuchten könnte. Ob es ein Leuchtobjekt sein soll. Ein Bühnenstrahler. Eine Gruppe Lichterketten. Ein "Turm" aus Wandlampen. Eine Stehleuchte mit unanständigem Preis. Wir haben überlegt und überlegt. Haben Lichteffekte simuliert und Kostenvoranschläge eingeholt und Einrichtungsplaner befragt. Haben diskutiert, ob wir etwas kaufen, etwas entwerfen lassen, etwas selbst bauen sollen. Haben überlegt und berechnet. Und wieder überlegt.
Vor vier Wochen hatten wir keine Lust mehr.
Wir haben für 25 Euro drei Reispapierballons geholt. Und was soll ich sagen: Die einfachste Lösung ist oft die beste.
Sonntag, 26. Februar 2012
Stoffkonferenz
Frau Tulpe hat mich in dieser Woche beliefert. Vier bunte Stoffe, aus denen Kissen werden sollen, lagern frischgewaschen auf dem Nähtisch. Habe nämlich schon seit längerem das Gefühl, dass mein Wohnzimmer eine Vitaminspritze gebrauchen könnte:
Brandneu ist der Sessel aus dem Hause ebay, ein 60er Original und Geburtstagsgeschenk des Mannes an sich selbst. Das Sofa stammt vom Schweden und wird uns wohl nicht bis ins hohe Alter begleiten.
Vorne eine Baumscheibe aus Peru, seit guten 40 Jahren in Familienbesitz. Meine Großeltern hatten sie früher auch schon im Wohnzimmer stehen, zeittypisch mit einem schmiedeeisernen Gestell darunter. Bei uns wird sie nun von Industrierollen getragen.
An Farben ist ja schon was da. Eigentlich ist es sogar recht bunt. Aber es fehlt noch was. Irgendetwas. Der Knalleffekt. Das I-Tüpfelchen.
Setze nun alle Hoffnung in Frau Tulpe. Sie hat mich noch selten enttäuscht. :-)
Eure Meinung zur Farbwahl?
Donnerstag, 23. Februar 2012
Holländische Wochen
Bunte Tischlaternen begleiten uns durch die letzten Februartage.
In ästhetisch-emotionaler Hinsicht ist der Februar ja eine merkwürdige Zeit. Man weiß gar nicht, welche Blumen man auf den Tisch stellen möchte. Die Hyazinthen haben noch so eine Nähe zu Weihnachten, sie gehören in den Januar. Und für Tulpen ist es mir zu früh (für Tulpen muss es MÄRZ sein!).
Also Papierlaternen. Sehr, sehr hübsche Papierlaternen! Wie die Papierblumen, die ich hier schon einmal gezeigt habe, stammen auch diese kleinen Kunstwerke von meiner Lieblings-Niederländerin Jurianne Matter.
Und weil wir gerade dabei sind: Wir haben sehr große Lust, im Sommer mit Liesen und Sohn eine Hollandreise zu machen. Demnächst geht es ans Planen.
Hat jemand ein paar Tipps für mich, wo es in Holland besonders schön ist?
Montag, 20. Februar 2012
Leonore
Dieses berühmte Quartett aus Beethovens Fidelio ist einer meiner Seelentröster. Es sind die gegensätzlichsten Gefühle in ihm, Angst und Hoffnung, Freude und Sorge, Liebe und Eifersucht, alles zugleich. Es ist melancholisch. Sehr! Und es ist Wohlklang, vom ersten bis zum letzten Ton.
Bei wolkenverhangener Stimmung ist solche Musik ein guter Anlaufpunkt.
In dieser Fassung ist die sympathische Finnin Camilla Nylund als Leonore zu hören. Sie singt nicht nur toll, sie sieht trotz Hosenrolle auch noch toll aus.
Insbesondere letzteres ist eine reife Leistung!
Camilla Nylund (Leonore), Elizabeth Rae Magnuson (Marzelline), Lázló Polgár (Rocco), Christoph Strehl (Jaquino), Nikolas Harnoncourt (Dirigent), Chor und Orchester der Oper Zürich 2004
Samstag, 18. Februar 2012
KüchenGlück
Mein Weihnachtsgeschenk ist heute eingetroffen! Besser spät als nie. Es ist eine Schubladeneinteilung aus Ahornholz mit Einsätzen für Gewürzgläser. Ganz was Praktisches.
Habe den halben Nachmittag geräumt, gewischt, sortiert, weggeworfen und beschriftet. Vom erfreulichen Ergebnis musste ich gleich ein Bild machen.
Leider habe ich es versäumt, die Schublade in ihrem vorher-Zustand zu fotografieren. Dann würde jeder verstehen, warum ich mir so etwas zu Weihnachten wünsche.
Donnerstag, 16. Februar 2012
TeppichTräume
Oh nein. Wieder ein Wohnmätzchen entdeckt, von dem ich meine, es unbedingt haben zu müssen. Seit ich für die Prüfung lerne und täglich viele Stunden in der Bibliothek sitze, möchte ich jeden Abend das Internet leerkaufen. Alle Wohnshops sind mein Freund.
Was für eine absurde Art, der Ereignislosigkeit des Tages zu begegnen. Ich könnte stattdessen interessante Gespräche am Telefon führen oder etwas Schönes lesen. Aber ich lese ja schon fast den ganzen Tag. Und ich habe aus dieser Ödnis so gar nichts mitzuteilen.
Also sehe ich mir hübsche Dinge im Netz an und reiße mich zusammen, sie nicht zu bestellen. Heute ist es der Teppich vom Octopus-Versand, der meine Selbstbeherrschung herausfordert. Ich finde ihn toll! Bunt, aber nicht knallig. Weich, aber nicht plüschig. Filz und Strick zugleich.
Aber ich brauche gar keinen Teppich. Und im Lotto habe ich auch nicht gewonnen.
Ich spiele schließlich nie mit.
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